Meine Instrumente

Basse de Violon:
Die Frühgeschichte des Geigenbasses in Frankreich ist ein Feld, dem noch nicht genug Beachtung geschenkt wurde. Das liegt vor allem daran, dass kaum Instrumente erhalten sind, an denen erkennbar ist, dass es sich um einen Basse de violon handelt. Auch die Forschung hat sich auf Grund des Fehlens von solistischer Literatur nur oberflächlich mit dem Thema befasst.
Bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts war die gebräuchlichste Stimmung der Streichbässe B¹-F-c-g. Sie war also einen Ganzton tiefer als die heutige Stimmung. Diese Instrumente wurden im deutschsprachigen Raum Bassgeige, in Italien Violone und in Frankreich Basse de Violon genannt und hatten eine möglichst lange schwingende Saitenlänge. Aufgrund des Fehlens von Streichinstrumenten in 16-Fuß-Lage in Frankreich hatte der Basse de Violon als Bassinstrument der Violin-Famile die Bassfunktion im Orchester der Oper.
Mein Instrument ist ein großmensuriertes fünfsaitiges Bass-Instrument nach Gasparo da Salò (1542-1609). Der Wirbelkasten des Originals weist Spuren von fünf Wirbeln auf. Es ist sehr stark besaitet, wobei nur die tiefste Saite mit Metall umsponnen ist. 
Viola da gamba:
Meine siebensaitige Bassgambe ist nach einem Orginalinstrument von Nicolas Bertrand (1686-1735) gebaut worden, einem der bekanntesten Pariser Gambenbauer. Die Erfindung der Metallumspinnung der Darmsaiten ermöglichte das Hinzufügen einer siebten Saite, das Kontra-A. Auf meiner Gambe sind die drei tieferen Saiten mit Messing und Silber umsponnen.
Violoncello:
Mein Violoncello habe ich nach einem Vorbild von Barak Norman (ca. 1670-ca. 1740) gebaut. Ich habe eine eher leichte Besaitung in der gewöhnlichen Violoncello-Stimmung C-G-d-a.

Den Basse de Violon und die Gambe hat mein Mann Valentin Oelmüller gebaut.

Johanna hell

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